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07.02.2018

Besuch Burg Wernberg

Besuch Burg Wernberg

Mittelalter und Neuzeit vor Ort für Viertklässler erlebbar machen! So könnte man den Besuch des Außerschulischen Lernortes Burg Wernberg für die beiden vierten Klassen unserer Grundschule Wernberg-Köblitz beschreiben. Nach dem Marsch von der Schule den Berg zur Burg hinauf konnten wir uns schon gut vorstellen, dass die Angreifer in schwerer Rüstung oder auch nur mit Lederwams und -Helm über dem wattierten Rock geschützt, ganz schön außer Puste waren. Besonders, wenn sie beim Aufstieg noch den Geschossen der Verteidiger ausweichen mussten. Bei unserem Besuch konnten wir jedoch ohne Bedrohung durch die Burgherrinnen und Burgherren durch das Burgtor schreiten und unseren Experten vor Ort, Herrn Feja, selber Lehrer, Historiker und Erforscher der Geheimnisse der Burg Wernberg, treffen. Nachdem wir uns auf dem Burghof umgesehen und einiges über die strategische Bedeutung des hohen Eingangs am Bergfried und den richtigen Umgang mit der Leiter erfahren haben mussten wir herausfinden, welcher der älteste Teil der Burg war. Das war nicht so einfach, aber mit den Tipps von Herrn Feja gelang es uns ungefähr die Reihenfolge der Bauten und Anbauten auszumachen. Da aber der Wind elend kalt über den Burghof blies, verzogen wir uns lieber ins Innere des früheren Pallas (man bedenke, dass die im 14. Jahrhundert keine Heizung hatten und sich nicht mal so ohne Weiteres wärmen konnten wie wir). Dort besichtigten wir den großen Saal und das Fachwerkzimmer, in dem heute sehr gerne standesamtlich geheiratet wird. Zum Glück kann die Burg heute durch die Nutzung als Hotel so gut erhalten werden. Herr Feja erklärte uns, dass es für die Grafen von Leuchtenberg hier ein günstiger Ort für den Bau einer Burg war, denn die „Goldene Straße“ – eine wichtige Handelsroute – führte von Prag über Nürnberg bis nach Frankfurt und die „Magdeburger Straße“ an der Naab hinauf und hinab. Und weil das Reisen damals aber nicht so bequem und schnell war, wie mit den heutigen Automobilen auf unseren Autobahnen A6 und A93, boten die Burgherren, später die Reichsgrafen Notthaft, den durchreisenden Händlern und Pilgern Geleitschutz durch das Gebiet um die Burg, denn es gab zu der Zeit einige Wegelagerer und Räuber, die den Kaufleuten die Waren stehlen wollten. Im Fachwerkzimmer erfuhren wir auch einiges über die Bauweise der damaligen Zeit. So wurde die Außenmauer mit festen und schweren Steinen gebaut, um den Angriffen stand zu halten. Nach innen hin wurde dann die leichte und auch günstigere Fachwerkbauweise verwendet. Dabei werden Holzbalken in Kreuzen und Dreiecken zusammengefügt, mit Weidengerippen ausgekleidet und dann mit Stroh und Lehm ausgefugt. Und damit das Ganze wie eine echte feste Mauer ausgeschaut hat, wurde das Fachwerk mit Schilfmatten verkleidet und verputzt. Ganz schön clever! Am Ende besuchten wir noch die Kapelle, die, wie die meisten Kapellen auf Burgen, dem Heiligen Georg geweiht ist. Hier erzählte uns Herr Feja von der jüngeren Geschichte der Burg, wie sie als Wohnburg ausgebaut und durch einen schweren Brand im Winter 1942 fast vollständig zerstört wurde. Später die sie wieder notdürftig hergerichtet als Kinderheim und Flüchtlingsunterkunft, und erst kurz vor der Jahrtausendwende wurde sie generalsaniert und zu dem Hotel ausgebaut, als das sie heute genutzt wird. Bei unserem Besuch mit unseren beiden Lehrkräften Frau Franziska Drothler und Herrn Dr. Christian Gößinger haben wir viel über dieses ursprünglich mittelalterliche Bauwerk und seine Geschichte und Funktion erfahren. Toll, dass es diese Möglichkeit „vor unserer Haustüre“ gibt und wir dort als Geschichtsforscher unterwegs sein konnten! Dr. Ch. Gößinger, L


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